Humans of New Work

Anna Süster Volquardsen

Founder, DEAR WORK

#Entrepreneurship

Wednesday April 12th, 2017
Monika Jiang


Anna has reached her personal understanding of new work. The digital magazine DEAR WORK is her way of spreading the message that every working life needs to adjust to meet individual needs and circumstances. After leading the charge in a cultural shift within the human resources department of a Hamburg-based IT company, she realized that she was no longer satisfied with her daily work routine. She longed for flexibility and freedom in designing her work life. Encouraged to meet these new challenges head-on and after careful consideration, Anna gave notice, started traveling, and eventually resettled in Berlin. Berlin, the city of diversities. Anna is fulfilled by all the new impulses and takes on the challenge to portray the variety of different work and life plans.
“With DEAR WORK I’m focusing on individuals who take control of their work life and actively design it. I’m trying to show what is already possible, what can be done differently and how work doesn’t necessarily need to be done by the book.”
As an entrepreneur, she organizes her daily routine anew every day. Sometimes this level of flexibility can be a downfall when juggling different projects simultaneously. Anna would not change a thing. She wouldn’t give up this new way of working. Today’s traditional corporate world lacks this kind of diversity, she explains. It’s no longer applicable to consider outdated status symbols and systems.
“I’m not saying we all have to work in a flexible way. It’s about being able to make this decision for yourself. If companies paid more attention to personal norms and values, they’d become increasingly flexibility and contemporary. These shifts have to start with the term  ‘career’ itself; an image that still conjures ‘upward movement.’ But careers should also inspire lateral movements. This type of thinking could encourage many other positive workplace changes.”
Looking into the future, Anna believes in a new definition of work, where she considers digitization an advantage in dividing work between man and machine provided we would be able to include all human beings into the process of change.
“Work will remain existential relevant, but not necessarily in the sense of employment. Maybe we’ll be talking more about responsibilities or similar. In any case, I hope it involves the term of ‘diversity.’ Work will serve a different purpose for every individual.”
Anna hat ihre Vorstellung von neuem Arbeiten für sich selbst verwirklicht. Ihre Botschaft, das eigene Arbeitsleben nach persönlichen Bedürfnissen und Lebenslagen anzupassen, versucht sie mit DEAR WORK weiterzutragen. Nachdem sie vier Jahre in einem Hamburger IT-Unternehmen die Personalentwicklung als Kulturwandel antreibt, realisiert sie, dass sie mit den Rahmenbedingungen ihres eigenen Arbeitsalltags nicht mehr glücklich ist. Sie sehnt sich nach mehr Flexibilität und Freiheit in der Gestaltung ihres (Arbeits)Lebens. Und auch inhaltlich kann sie sich viele unterschiedliche Themen vorstellen. Nach reiflicher Überlegung kündigt sie, nimmt eine Auszeit, geht auf Reisen, und zieht schließlich nach Berlin. Berlin, die Stadt der Unterschiedlichkeiten. Anna ist erfüllt von neuen Impulsen nimmt sich der Herausforderung an, die Vielfalt an Arbeits- und Lebensentwürfen zu portraitieren.
“Mit DEAR WORK möchte ich die Menschen in den Vordergrund stellen, die ihr Arbeitsleben in die Hand nehmen und aktiv gestalten; ich möchte zeigen, was alles möglich ist, was anders geht und dass Arbeit nichts mit Schema F zu tun haben muss.”
Als Unternehmerin bestimmt sie jeden Tagesablauf aufs Neue selbst. Dieses Maß an Flexibilität kann ihr beim Jonglieren unterschiedlicher Projekte auch mal zum Verhängnis werden. Trotzdem würde Anna nicht wieder anders arbeiten wollen und hat gelernt, gelassener zu werden. In der heutigen, klassischen Unternehmenswelt fehlt genau diese Vielfalt, findet sie. Es ist nicht mehr zeitgemäß, in alten Statussymbolen und Systemen zu denken.
“Ich bin niemand der sagt, alle müssen flexibel arbeiten, aber dies selber entscheiden zu dürfen, darum geht es doch. Wenn Unternehmen es schaffen, der gesellschaftlichen Vielfalt näher zu kommen und die Vielfalt an persönlichen Normen und Werten zuzulassen, werden sie zeitgemäß und wandelbar. Das fängt mit dem Karrierebegriff an, der in den Köpfen nur nach oben funktioniert. Es kann aber auch nach rechts oder links gehen. Wenn wir es schaffen, diese Denke zu akzeptieren, ist das stellvertretend für viele weitere Veränderungen.“
Mit Blick in die Zukunft glaubt Anna an eine neue Definition von Arbeit. Dabei sieht sie in der Digitalisierung und der Arbeitsteilung von Mensch und Maschine einen Vorteil. Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass wir es schaffen, alle Menschen an den Veränderungen teilhaben zu lassen.
“Arbeit wird weiterhin existenziell sein, aber vielleicht nicht unbedingt im Sinne von Erwerbstätigkeit. Vielleicht sprechen wir zukünftig auch von einer Aufgabe oder Ähnlichem. In jedem Fall wünsche ich mir, dass der Begriff Unterschiedlichkeit einschließt. Arbeit wird für jeden etwas anderes sein. ”
 
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