Humans of New Work

Bodo Janssen

CEO, Upstalsboom

#NewLeadership

Wednesday September 13th, 2017
Monika Jiang


Bodo Janssen is a Human Of New Work because when he discovered himself in moments of crisis, he placed purpose at the center of his business and began meaningfully leading his employees toward personal growth and fulfillment.



What does work mean to you?
Life
One thing you like about your current work?
Encounter with people
One thing you dislike?
Encounter with numbers
How is the human placed at the core of your work?
Through mindfulness and presence. Time is a gift, and if I encounter mindfully, I place the human at the core.
One thing you’d like to change about the current work system?
The attitude towards work. Stop seeing people as an instrument of the economy.

CEO of the family-owned hotel company Upstalsboom, Bodo Janssen leads with humanity and purpose. When he took on the sole operative responsibility of his parent’s business in 2007, Bodo had to confront the aftermath of the company’s bankruptcy and be accountable to its shareholders. Backed by his mother’s unconditional trust and his willingness to step into his late father’s shoes, Bodo was determined to free the organization out from under the weight of its shareholder. Instead of becoming a slave to ‘shapeless backers,’ as Bodo refers to them, he untangled the state of fear and uncertainty by approaching the people, the families. Up until 2010, everything seemed like it was going well until the employees began leaving.
“While I felt comfortable, the employees felt like they were in hell. The results of a 2010 employee survey revealed a dissonant relationship; a crisis was very concerning to me. To find a solution, I took some time off in a monastery. With a lot of time on my hands, I became considerably more conscious and asked myself, Why am I getting up every morning? What do I intend doing? Reflecting helped me recognizing that every time ego is involved, for example, in profit maximization or appreciation, life gets hard. However, in the moments when I align myself with helping others become more successful it’s not as hard anymore. What I learned is that silence is sometimes much more productive than pure action.”
After he reacquainted his self with himself, Bodo became eager to help his employees to do the same. When it was clear that the company’s guiding principles were not aligned with the employee’s values, there was no choice but to redefine the corporate principles and come up with a more profound process to unify personnel. At the crossroads of spirituality, a neurological approach, and positive psychology, Bodo introduced an aligned curriculum at Upstalsboom. The goal of the one-year process was the discovery of the values according to one’s truth, despite the deeply entrenched norms and constructions garnered from years of schooling and work experiences.
“At the outset, there is always consciousness of the body, mind, and language because otherwise, I lack the foundation to grow personally. Conscious equals potential. After that, the personal guiding principles are developed closely accompanied by challenges that the Upstalsboomer may solve on their own or as a group. By cultivating individual values, we can find an overlap that allows for meaningful relationships, hence purposeful and people-led leadership. Because one who can lead himself can lead others, is why the entire goal of the process is rooted in self-responsibility and self-organized work required for purposeful collaboration.”
Just like as Bodo sought the feeling of freedom as a child, his goal today is awakening his employees’ inner child.
“Reaching a childlike state — forgetting about time, indulging into ease, and keeping busy with things that correspond with one’s personality — is the ultimate goal. Without differentiating between work and life. If I don’t recognize a purpose in what I’m doing, I can’t do anything but feel that it is ‘work.’ But if I feel what I do is purposeful, it’s not work, but life.”
For Bodo, building sustainable, meaningful relationships is essential. As the company’s owner, he strives to grow its infinite human potential and, hence, lead the people to their consciousness, which results in asking the right questions, like ‘what can we do?’ rather than ‘where’s the issue?’

Bodo Janssen ist ein Human Of New Work, weil er durch Krisenmomente seinem eigenen Sinnzweck bewusst wurde und fortan seine Mitarbeiter mit Sinn und Menschlichkeit führt sowie in der kontinuierlichen persönlichen Weiterentwicklung befähigt.



Was bedeutet Arbeit für Dich?
Leben.
Eine Sache, die du an deinem aktuellen Job liebst:
Die Begegnung mit Menschen.
Was du nicht magst: Begegnung mit Zahlen
Wie wird der Mensch bei deiner Arbeit in den Mittelpunkt gesetzt?
Durch Achtsamkeit und Präsenz. Zeit ist ein Geschenk und wenn ich achtsam in Begegnung trete, stelle ich den Menschen in den Mittelpunkt.
Eine Sache, die du im System Arbeit verändern willst.
Die Haltung zu Arbeit. Den Menschen nicht mehr als Mittel zum Zweck der Wirtschaft verstehen.

Bodo Janssen ist Geschäftsführer des familieneigenen Hotelbetriebs Upstalsboom, welches er mit dem Menschlichkeit und Sinnhaftigkeit führt. Als er 2007 die alleinige operative Verantwortung des elterlichen Betriebs übernimmt, hat er mit den Nachbeben der Insolvenz und der damit verbundenen Rechenschaft gegenüber beteiligten Shareholdern zu kämpfen. Unterstützt durch das bedingungslose Vertrauen seiner Mutter und der freiwilligen Bereitschaft, die Aufgabe des verstorbenen Vaters erfolgreich weiterzuführen, entscheidet sich Bodo, die Unternehmung aus den Scheren der Shareholder zu befreien. Statt Versklavung der, wie er sie nennt, konturlosen Hintermänner, sieht er den Weg aus der Unsicherheit und Angst in den Menschen, den Familien. Bis 2010 lief vermeintlich alles bergauf, dann verließen ihn die Mitarbeiter.
“Ich fühlte mich wohl, während die Mitarbeiter gefühlt in der Hölle schmorten. Die Mitarbeiterbefragung 2010 hat mir das Ergebnis einer gestörten Beziehung gezeigt, und diese Krise hat mich sehr betroffen gemacht. Um da rauszukommen, verbrachte ich eine Zeit lang im Kloster. Da hat man viel Zeit. Ich bin ein Stück weit bewusster geworden und habe mich gefragt: Wofür stehe ich jeden Morgen auf? Was habe ich vor? Das Reflektieren hat mir geholfen zu erkennen, dass immer, wenn es um das Ego geht – etwa bei Gewinnmaximierung oder Anerkennung, wird es anstrengend im Leben. In dem Moment aber, wo ich mich so ausrichte, um andere zu unterstützen, erfolgreich zu werden, ist es gar nicht mehr so anstrengend. Ich habe gelernt: Die Stille ist sehr viel produktiver als pure Aktion.”
Nach der Bekanntschaft mit dem eigenen Selbst, wie es Bodo beschreibt, ist es ihm bis heute ein Anliegen geblieben, dieses individuelle Bewusstwerden auch bei den Mitarbeitern im Unternehmen zugänglich zu machen. Als ersichtlich wurde, dass das Familien-Unternehmensleitbild so gar nicht mit den Wertesystemen der Mitarbeitern übereinstimmte, wurde ebenso klar: es brauchte nicht nur ein neues Leitbild, sondern einen tiefgreifenden Prozess, um eine persönliche Verbundenheit wiederherzustellen. Im Spannungsfeld zwischen Spiritualität, einen neurologischen Ansatz und der positiven Psychologie führte Bodo bei Upstalsboom ein Curriculum zu diesen Inhalten ein. Ziel des einjährigen Prozesses ist die Manifestierung der Werte, die der eigenen Wahrheit entsprechen, unabhängig von Normen und Konstrukten aus Schulzeiten oder Arbeitserfahrungen.
“Der Anfang ist immer bei das eigene Bewusstwerdung von Körper, Geist und Sprache, denn sonst habe ich keine Grundlage, um mich weiterzuentwickeln. Bewusstsein ist gleich Potenzial. Danach wird das persönliche Leitbild formuliert, eng begleitet von Challenges, die die Upstalsboomer alleine oder in der Gruppe lösen können. Mit der Kultivierung individueller Werte können wir eine Schnittmenge finden, die gelingende Beziehungen zulässt und damit auch sinn- und menschenorientierte Führung. Denn: Wer selbst führen kann, kann andere führen. Damit ist unser Ziel des Prozesses immer die Eigenverantwortung und damit das selbstbestimmte Arbeiten, welches für eine sinnstiftendes Zusammenarbeiten voraussetzend ist.”
So wie Bodo als Kind das Gefühl der Freiheit suchte, möchte er heute bei seinen Mitarbeitern das innere Kind erwecken.
“Den Zustand als Kind zu erreichen; die Zeit zu vergessen, sich der Leichtigkeit hinzugeben und mit Dingen zu beschäftigen, die der Persönlichkeit entsprechen, das ist das Ziel. Ohne Differenzierung von Arbeit und Leben. Denn erst seit wir Menschen Geld dafür bekommen, wird Arbeit als Mühsal bezeichnet. Wenn ich bei dem, was ich tue keinen Sinn erkenne, kann ich es nur als Arbeit bezeichnen. Wenn ich darin einen aber Sinn erkenne, ist es keine Arbeit mehr, sondern Leben.”
Nachhaltige gelingende Beziehungen zu schaffen ist für Bodo eine essentielle Aufgabe. Als Inhaber des Unternehmens möchte er das unerschöpfliche ‘Human Potential’, und damit das Bewusstsein führen, um die Menschen weiterzuentwickeln, um die richtigen Fragen zu stellen, wie ‘Was können wir tun?’ statt ‘Woran liegt das?’
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