Humans of New Work

Joana Breidenbach

Co-Founder, betterplace.org & betterplace lab

#OrganizationalChange

Wednesday April 12th, 2017
Monika Jiang


For Joana Breidenbach, emerging trends are a chance to explore new potential. Today, she wonders how we can create a more inclusive approach to digitization to avoid leaving people feeling insecure and fearful of new developments. 
“I’m fascinated with understanding new trends and passing them on to others. Everything I learn, I love to share and keep following my inner voice.”
Eleven years ago, Joana and her family took a trip around the world, encountering numerous social initiatives along the way. That’s when the idea behind betterplace.org was born. Inspired by the eBay-like concept, Joana wanted to create a platform adjusted to supporting social projects. Coincidentally, social entrepreneur Tim Behnke was taking a similar approach, so they decided to collaborate on a platform rather than become competitors. Three years in and Joana invests her heart and soul into betterplace lab, a successful think-tank for trend research and digital studies geared toward social innovation. In due time, Joana felt it was time for a change. The question was, whether it even made sense to start looking for a replacement and how to do this rapidly. Inspired by Fréderic Laloux’s book, Reinventing Organizations, Joana began a journey or holistic organizational change.
“Supported by our coach, we began to change our way of working according to the principles of self-organization. We created small teams to rethink, for example, the remuneration process that was collectively discussed and decided. We all learned that changing environments and frameworks is not sufficient. It also requires inner work. For this type of transformation, everyone had to pass a maturation process. Either you grow, or you move on.”
Nowadays, Joana has left her operational role almost entirely, and the organization is running smoothly. Nevertheless, it’s become clear; it’s a continuously evolving organization where they right mix of personalities is crucial.
“The next era of organizations will mirror how we live our lives as humans — fewer structures and safety in exchange for more intuition, “we culture,” collaboration and transparency. A holistic approach means co-workers are not seen as functional machines, but as a whole people.”
To take this step, organizations today need to show a clear profile and their true colors if they’re going to survive the war of talent. Transitioning to flat hierarchical structures is not sufficiently serious, states Joana. Ultimately, it’s our mentality that sets us apart in our ways of working and forms of organization.
Joana betrachtet neue Entwicklungen immer aus dem Blickwinkel der Potenziale und Chancen. So fragt sie sich auch heute, wie inklusiv wir Digitalisierung schaffen können, um mehr Menschen mitzunehmen anstatt in Angst und Verunsicherung zu verharren.
“Mich reizt, diese neuen Entwicklungen selbst zu verstehen und für andere Leute zu übersetzen. Was ich gelernt habe möchte ich auch mit anderen teilen und folge dabei meinem ‘inneren Barometer’.”
Als sie vor 11 Jahren mit ihrer Familie auf Weltreise geht und die Vielzahl an Initiativen entdeckt, entsteht die Grundidee von betterplace.org – eine Art ‘Ebay für Unterstützung von sozialen Projekten’. Durch Zufall wird das damalige Team auf eine sehr ähnliche Idee von Tim Behnke aufmerksam und anstatt dem üblichen Prinzip ‘Ellenbogen raus’ zu folgen, schließen sie sich zusammen und gründen die Plattform. Drei Jahre später investiert Joana viel Herzblut in das betterplace lab, das bis heute als erfolgreiches Think Tank für Trendforschungen und Studien zu digitalen, sozialen Innovationen wirkt. Im Laufe der Zeit kommt Joana dann an einen Punkt, an dem sie das Bedürfnis verspürt, auch in anderen Themenbereichen Wirkung zu erzeugen. Wie und soll überhaupt jetzt auf die Schnelle ein Ersatz gefunden werden? Da fällt ihr das Buch Reinventing Organisations von Fréderic Laloux in die Hände – der Anfang eines ganzheitlichen Wandels.
“Gemeinsam mit unserem Coach haben wir angefangen, Schritt für Schritt unsere Arbeitsweisen nach den Prinzipien von Selbstorganisation umzustellen. In kleinen Teams wurde dann zum Beispiel der Gehaltsprozess neu entwickelt, diskutiert und gemeinsam entschieden. Uns ist allen bewusst geworden, dass äußere Rahmenbedingungen allein nicht genügen. Es braucht genauso innere Arbeit. Für diesen Wandel muss jeder einen psychologischen Reifungsprozess durchlaufen – manchen war das auch zu viel. Entweder du entwickelst dich, oder du gehst. ”
Heute nimmt sich Joana fast vollkommen aus dem operativen Wirken raus und es funktioniert. Trotzdem ist klar: Es ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung und man braucht die dafür die passenden Persönlichkeiten.
“Die nächste Stufe von Organisationen wird widerspiegeln, wie wir als Menschen leben. Mit weniger Strukturen und Sicherheit, dafür mehr Intuition, Wir-Kultur, Kollaboration, Transparenz und Ganzheitlichkeit. Kollegen sind keine Funktionsmaschinen, sondern werden als ganzer Mensch betrachtet.”
Für diesen Schritt müssen heutige Unternehmen ein klares Profil zeigen und Farbe bekennen um auf dem Talentmarkt überleben zu können. Eine Umstellung auf flache Hierarchien ist nicht ernsthaft genug, findet Joana. Schließlich unterscheidet uns Menschen genauso wie in Arbeitsformen und Organisationen die gelebte Mentalität voneinander. Selbstorganisation muss nicht für Jeden funktionieren.
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