Humans of New Work

Katja Thiede & Silvia Steude

Founders, juggleHUB

New Workspace

Sunday April 23rd, 2017
Monika Jiang


The working world has increasingly become subject to economic constraints and pushed the human increasingly into the background. The result? Personal needs like family planning and personal connection have been quickly vanishing caught in the gears of the process-oriented mechanisms of companies. Katja and Silvia, founders of juggleHUB, have their hearts set on inspiring an alternative approach. For the pair of female founders, new work means self-determined work, free from pressures and guilt, instead relying on intrinsic motivation and personal attitude. For this purpose, they had to free themselves from their former employment. Following the birth of her child, Silvia, who had previously worked as an architect, felt powerless in the face of her fixed working hours and limited day nursery. She recalls that at the time it felt quite like maneuvering in tight parking spaces. Katja went through a similar phase of life. Previously consumed by her life in public relations, becoming a mother she developed a strong urge for change.
“I always felt like I had to play a role. When my daughter was born, I realized that I didn’t want to do that anymore. With all the talents and vulnerabilities that parenthood brought up, I felt the need to find my personal path. Suddenly, there was something that was more important than anything else. That’s when crucial questions arose, such as: How do I want to spend my already limited time?”
The two women met and decided to realize their passion project together, bringing their concept of new work to life — a flexible workspace with the option of childcare. Today, many diverse professionals have joined from freelancers and company project teams to startup founders, some with and some without children. As co-initiators of New Work Families, a network celebrating family friendliness that strives to make choosing between work life and home life a thing of the past, the pair of founders advocates the seamless integration of both family and work.
“If we compare the ways in which we work to parenting in family life, we’re disconnected somewhere. The principles of command and obedience don’t work long-term. There needs to be rules and leadership on a different level. The kids at juggleHUB provide amusement to both parents and non-parents working at the space. They make us aware of how human beings actually work and function.”
juggleHUB is an excellent example of how mutual trust needs to be restored in the working world and how structures should be broken down in the search to find a more suitable model for the individual. To further the co-working concept as a primary driver of change, Katja and Silvia strive for more cooperation with companies to create a win-win-win situation for the employee, employer, and co-worker.
“Change is often perceived as something threatening. But opening up chances for new, flexible structures is a positive thing, especially when it comes to leaders within corporate systems. They need to determine openness and confidence by asking themselves, Is there something else we could try out? What new way of thinking could we encourage?”
Die Arbeitswelt hat sich zunehmend ökonomischen Zwängen unterworfen und dabei den Menschen in den Hintergrund gerückt. So sehr, dass eigene Bedürfnisse wie Familienplanung und persönliche Verbindung im prozessgesteuerten Zahnradgetriebe zu verschwimmen beginnen. Katja und Silvia von juggleHUB möchten inspirieren, wie es anders geht. Für die Gründerinnen bedeutet New Work vor allem das selbstbestimmte Arbeiten, ohne Druck und schlechtes Gewissen, dafür mit mehr Eigenmotivation und persönlicher Haltung. Dafür musste es die Befreiung aus dem Angestelltenverhältnis passieren. Als Architektin fühlte sich Silvia, nach der Geburt ihres Kindes, dem Konstrukt aus Kita, Kernarbeitszeiten und der eigenen innerlichen Belastung ausgeliefert – ganz ähnlich dem Gefühl, in einer Parklücke zu stehen, aus der man nicht rauskommt. Währenddessen durchlebte Katja in der PR-Branche eine ähnliche Phase, in der sie merkte, sich selbst zu verlieren und durch ihre neue Rolle als Mutter stärker das Bedürfnis nach Veränderung verspürte.
“Ich hatte immer das Gefühl, eine Rolle spielen zu müssen. Als meine Tochter geboren wurde, merkte ich immer mehr, dass ich das nicht mehr möchte. Ich musste meinen persönlichen Weg finden, mit meinen Talenten, aber auch der Verletzbarkeit, die mich in der Mutterrolle eiskalt erwischte. Auf einmal ist da etwas, was wichtiger ist als alles andere. Da kamen ganz essentielle Fragen auf wie: Womit will ich eigentlich wirklich die wenige Zeit verbringen, die ich habe?”
Die beiden Frauen lernen sich kennen und beschließen, ihr gemeinsames Herzensprojekt zu realisieren und New Work zu leben: Ein neuartiger, flexibler Arbeitsraum mit optionaler Kinderbetreuung. Mittlerweile kommen ganz unterschiedliche Berufsgruppen hierher: Freelancer, Projektteams aus Unternehmen oder Startup Gründer – mit und ohne Kinder. Als Mit-Initiatorinnen von New Work Families möchten sich die Gründerinnen weiter für ein selbstverständliches Miteinander von Familie und Arbeit einsetzen und zeigen, wie Kinder die Arbeitsatmosphäre wertvoll beeinflussen können. Schließlich, sagt Silvia, können wir jeden Tag von ihnen lernen:  
“Irgendwann ist in der Arbeitswelt ein ‘Disconnect’ passiert, denn bei Kindern wissen wir doch schon lange, was funktioniert. Reiner Befehl und Gehorsam kann auf Dauer nicht das Richtige sein, und trotzdem braucht es gewisse Regeln und etwas Führung auf einer anderen Ebene. Die Kinder hier vor Ort führen zu einer Erheiterung, auch bei denen, die selbst keine haben. Uns wird vor Augen geführt, wie der Mensch eigentlich funktioniert.”
Mit juggleHUB zeigen die beiden, wie wichtig es ist, das gegenseitige Vertrauen wieder in die Arbeitswelt zurück zu tragen, Strukturen aufzubrechen und ein Modell zu finden, das für den Einzelnen passt. Für die Etablierung von Co-Working als Pfeiler der Veränderung der Arbeitswelt streben sie deshalb weiter eine Zusammenarbeit mit Unternehmen an. Nur so kann es eine Win-Win-Win Situation geben – für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Co-Working.
“Veränderung wird als etwas Bedrohliches gesehen. Aber es ist etwas Positives und bietet Chancen, neue Strukturen zu schaffen, die flexibel sind. Gerade für Führungspersonen in Konzernstrukturen, die über die Jahre so sehr gewachsen sind, braucht es eine Entschiedenheit für Offenheit und Zuversicht: Was können wir probieren? Welche neue Denke können wir anregen?”
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