Humans of New Work

Julia Kopper

Founder & CEO, muxmäuschenwild

#Entrepreneurship

Wednesday June 14th, 2017
Monika Jiang


Julia hasn’t exactly ever worked at a company before. Starting out her career, she interned at MTV and then traveled the world with the production team of VOX before settling down in Berlin to found muxmäuschenwild. To this day, she’s always paved her own way through hard work, resilience, and an ambitious workload. Today, she’s focusing on striking the right healthy balance. Four years ago, Julia met a real-estate owner who made hosting her first Golden Dinner series for ten days at a closed theater possible. Conceived as altogether magical, intimate and exclusive, she invited her guests for a 3-course candlelit dinner where the conversations that would take place were destined never to leave the room.
“It’s impossible to repeat such an experience. It spread like wildfire throughout Berlin, and I was overwhelmed by requests to do similar events for a number of companies. I built up a small team but was still afraid to call us an ‘agency.’ It has the sound of being expensive, hierarchical, and slow. Whether we call ourselves an agency or creative network, it’s the intention that counts — we are looking for people with creative ideas and visions.”
For Julia purpose is built upon the strength of the team. Besides flat hierarchies, team yoga, and a consistently lived out feedback culture; it’s the intrinsic motivation of every individual and the shared standards of quality that bind everyone together. Equally important is the celebration of successes, which she regularly does with the help of a shower of confetti. Being the CEO, Julia doesn’t want to miss out on client contacts and notification, how digitization and the young generation are changing the demands for businesses. With their newly developed application process inspired by the speed dating approach, candidates are interviewed by three different team members in 10-minute phases. It’s fascinating to Julia how a sense of purpose has gained an entirely new importance in selecting one’s workplace.
“It’s obvious to me that we’re evolving towards new ways of working because I’ve decided for myself to do what I’m passionate about rather than working in a bigger agency for more money. Many young applicants already ask for work-life-balance, which makes me smile while thinking, start working first and then we’ll talk about that. But I can definitely see a change where the conversation is more about, why am I doing this job? What motivates me?”  
The founder is sure that, in future, it won’t be the money that counts but the amount of freedom teams are allowed. Thought that always reminds Julia of her own motivation and energy. For a year now, she has reduced her workload from seven days a week to four days in office to take one day off.
“On that day of the week, I’m meeting people and gathering strength and inspiration. I had to learn how to delegate and trust. That’s how I have time now to think visionary and sit on my meditation pillow. To allow me to think freely.”
 
Julia war noch nie fest in einem Unternehmen angestellt. Ihr ersten Berufserfahrungen sammelte sie als Praktikantin bei MTV und reiste mit VOX durch die Welt bevor sie nach Berlin kam, um muxmäuschenwild zu gründen. Ihren Weg ermöglichte sie sich schon immer durch Fleiß, Durchhaltevermögen und ein extrem hohes Pensum. Heute arbeitet sie daran, für sich eine ausgewogene, gesunde Balance zu schaffen. Vor vier Jahren lernte Julia einen Immobilienbesitzer kennen, über den sie in einem stillgelegten Theaterhaus ihr erstes Golden Dinner über zehn aufeinanderfolgende Abende veranstaltete. Es war wie gemacht, um es magisch, intim und exklusiv zu gestalten. Sie lud ihre Gäste zu einem 3-Gänge Menü bei Kerzenschein ein, wo Gespräche entstanden, die den Raum nie verließen.
“So ein Erlebnis lässt sich nicht wiederholen. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch Berlin und ich wurde überrannt mit Anfragen, ob ich so etwas für Firmen umsetzen könnte. Ich baute ein kleines Team auf, scheute mich aber davor, uns ‘Agentur’ zu nennen. Das klingt teuer, hierarchisch und langwierig. Ob Agentur oder Kreativnetzwerk, die Intention bleibt dieselbe: Wir haben Lust auf Menschen mit kreativen Ideen und Visionen.”
Für Julia baut diese Intention vor allem auf der Stärke des Teams. Neben flachen Hierarchien, Team Yoga und einer konsequent gelebten Feedbackkultur ist es die intrinsische Motivation jedes Einzelnen und der gemeinsam angestrebte Anspruch an Qualität, der alle zusammenhält. Genauso wichtig ist das Feiern von Erfolgen, was sie eigens regelmäßig mithilfe der Konfettipistole anstößt! Als Geschäftsführerin möchte Julia den Kundenkontakt trotz Wachstum nicht missen und merkt, wie sich Anforderungen an Unternehmen durch die Digitalisierung und der jungen Generation verändern. Bei ihrem neu entwickelten Bewerbung-Vorgehen, inspiriert durch das Prinzip ‘Speed-Dating’, finden im 10-Minuten Takt Dialoge zwischen Gesprächspartner und Bewerber statt. Was Julia dabei auffällt ist, dass das Thema Sinnhaftigkeit einen ganz neuen Stellenwert in der Auswahl der Arbeitsstelle bekommen hat.
“Für mich ist es klar, dass es eine neue Art des Arbeitens gibt, weil ich selbst entschieden habe das zu tun, wofür mein Herz brennt anstatt bei einer großen Agentur zu arbeiten und mehr Geld zu verdienen. Viele junge Bewerber fragen heute schon nach Work-Life-Balance, wobei ich da immer etwas schmunzeln muss und denke: Fangt doch erstmal an zu arbeiten, dann können wir darüber reden. Dennoch wandeln sich die Gespräche dahingehend, das viel schneller die Frage aufkommt: Warum mache ich diesen Job? Was motiviert mich?”
Die Gründerin ist sich sicher, dass es in Zukunft weniger um Fragen des Geldes geht, sondern um das Maß an Freiheit für ein Team zu ermöglichen, sodass es sich wohlfühlt. Dabei erinnert sich Julia immer wieder selbst daran, auch an die eigene Motivation und Energie zu denken. Seit einem Jahr schafft sie es, statt sieben Tage die Woche nur noch vier im Büro zu arbeiten und einen Tag für sich zu nehmen.
“An diesem einen Tag in der Woche treffe ich mich mit Menschen, sammle neue Kraft und Inspiration. Ich musste lernen, abzugeben und zu vertrauen. So habe ich Zeit, visionär zu denken und setze ich mich ab und zu auf mein Meditationskissen. Um einfach mal kurz frei denken.”
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