Humans of New Work

Nina Rieke

Chief Strategy Officer, DDB Germany

#NewLeadership

Monday March 6th, 2017
Monika Jiang


There were two significant moments in Nina Rieke’s life that shaped her as a leader. The first one happened when the company she worked at in 2016 registered as insolvent. Communicating this message to a team of nearly 40 employees and processing the fact herself left her with the insight that crisis provokes something in us from which we can learn and grow. The second was when she decided to go back to traditional employment after being self-employed for a couple of years. We asked why she chose the traditional networking agency?
“I see so many things that have to change, and I don’t want to be purely an observer, wagging my finger at the problem. I want to be part of the solution.”
Today, we’re well on our way to a new world of work steeped in new technologies with the always-on mentality pushing us to our limits.
“The substantial question is regarding the human itself. How can I enable individual people to create a balance between life and work? Where do we draw the line? Considering the decline of structures and previously upheld rules, this automatically imparts each of us with more self-responsibility.”
That’s the challenge Nina faces every day. Not only in her work life, but also in her private sphere — everything she does must be correlated to meaningfulness. In each moment, you have to ask yourself, where can I have a real impact? Where is it enough to put only minimal effort? And where do I have to resist and just say no? According to Nina, future leadership culture has to be enormously self-reflective. Especially today, when different generations with differing values and expectations are constantly coming into contact, it can be extremely challenging to create trust and confidence. It’s consistently becoming more evident that importance doesn’t lie solely in professional skill sets, but that one’s personality is more crucial than ever. Who am I as a human being? What can I contribute and whom do I need to do that? Nina is far from believing in a world of work without hierarchies and leadership culture. But it is more important to develop a feel for personalities and to understand which moments call for more or less authority and autonomy.
“As leaders, we have to live with the reality of incompleteness and imperfections. We can’t know everything and, in fact, don’t have to. In the end, what matters is that we have an open mind.”
Es gibt zwei Momente in Ninas Leben, die sie als Führungspersönlichkeit geprägt haben. Einerseits der Moment, als die Firma, für die sie 2006 tätig ist, Insolvenz anmeldet. Diese Tatsache einem Team von rund 40 Mitarbeitern zu vermitteln und auch selbst zu verarbeiten hat zur Erkenntnis geführt: Krisen rufen in uns Menschen etwas hervor, aus dem wir wachsen und lernen können. Andererseits die Entscheidung, nach mehreren Jahren Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren. Und warum gerade in eine klassische Netzwerkagentur?
“Ich sehe viele Dinge, die sich verändern müssen und möchte nicht nur am Spielfeldrand stehen und mit dem Finger draufzeigen. Ich will an der Veränderung mitwirken.”
Heute befinden wir uns auf dem Weg in eine neue Arbeitswelt und stoßen inmitten von neuen Technologien und Always-On Mentalität an unsere Grenzen.
“Die wesentliche Frage dreht sich um den Menschen selbst – wie kann ich Menschen als Einzelne befähigen, ein harmonisches Miteinander zwischen Leben und Arbeit zu schaffen? Wo muss eine Grenze sein? Bei abnehmenden Strukturen und Regeln bedeutet das für den Einzelnen automatisch mehr Selbstverantwortung.”
Genau dieser Herausforderung steht sie bei dem Versuch etwas Sinnhaftes zu bewirken jeden Tag gegenüber. Und das geht über ihren Arbeitsvertrag hinaus, denn egal was sie tut, es muss mit Achtsamkeit geschehen. Man muss sich in jedem Moment fragen: Wo kann ich einen wirklichen Beitrag leisten? Wo ist es genug, das Normalmaß zu leisten? Oder wo muss ich auch mal Nein sagen? Die zukünftige Führungskultur braucht ein hohes Maß an Selbstreflektion, meint Nina. Gerade heute, wo Generationen mit unterschiedlichen Werten und Erwartungen  aufeinandertreffen ist es herausfordernd, Vertrauen und Zuversicht zu schöpfen. Es wird klar: Fachliche Fähigkeiten sind nicht alles, wichtiger wird die eigene Persönlichkeit: Wer bin ich als Mensch? Was kann ich beitragen und wen brauche ich dazu? Nina glaubt nicht an eine Arbeitswelt ohne Hierarchien und Führungskultur. Aber es wird wichtiger,  ein Gespür für die Charaktere zu entwickeln und zu wissen, in welchen Momenten wieviel Autorität und wieviel Autonomie gebraucht wird.
“Es ist die Unvollkommenheit, mit der wir als Führungskräfte leben müssen. Wir können nicht alles wissen und müssen es auch nicht. Entscheidend ist, dass wir einen offenen Geist haben.”  
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