Humans of New Work

Sabine Kluge

Global Program Manager Learning and Development, Siemens AG

#New Work Models

Tuesday August 1st, 2017
Julia von Winterfeldt


Will there be large corporations in future? Not only is Sabine Kluge convinced there will be, but she believes—in the future—large corporations will be cool. Having worked in the HR department at the German global corporation, Siemens, for over 16 years you’d think the Global Program Manager would be fully assimilated and open to little change. Nothing could be further from the truth. As a perpetually curious and highly trustworthy individual, Sabine has succeeded in implementing social learning, social networks, and new organizational formats at Siemens. She calls herself an HR scout, whose mission it is to bring more diversity, courage, and transparency to the world of work to boost employee self-confidence in getting things done. To do this, she’s turned to new tools and technologies to aid in the process. The implementation of an Enterprise Social Network (ESN) that already contains 15,000 groups has helped  Siemens employees get in contact with fellow workers, allowing them to share content and connect socially with colleagues. Harassment, meditation and mentoring are just some of the subjects discussed on the platform. Beyond this, Sabine has also introduced ‘Working-Out-Loud sessions’ with the express aim of strengthening relationships within the corporation, while emphasizing an individual’s own responsibility. The result? People feel encouraged and accountable using a method that supports one’s inherent desire to be productive, cooperative, and purpose-led.
“When people participate in Working-Out-Loud sessions, their work is more visible, effective, and fulfilling, which fosters a communal culture of openness and self-organization.”
There is still much more left to reshape and redefine at Siemens. Are yearly performance management reviews still relevant? Can the dismantling of egos create a modern organization? How necessary is it to surface power play and leadership through fear? Arriving at the right answer is complicated. Courage is crucial if any old structures are going to be let go. When she’s not thinking about the design of the future and the future at Siemens, Sabine is running her own project, the Scandinavian vintage design shop hyggelig-berlin.de, proving she doesn’t just talk the talk, she’s walking her walk.
Gibt es noch Konzerne in Zukunft? Sabine Kluge meint ja und ist überzeugt davon, dass Konzerne auch ‘cool’ sein können. Sie ist schon über 16 Jahre bei dem weltweiten Traditionsunternehmen Siemens, im Bereich Corporate HR tätig. Man würde meinen, lang genug, sich dem System ‘Konzern’ so weit assimiliert zu haben, dass es kaum noch Antrieb gibt, Neues zu entdecken. Ganz im Gegenteil, Sabine besticht durch ihre lebendige, aufgeschlossene und vertrauenserweckende Art. Kein Wunder, dass sie es schafft, diesen großen Konzern in die Welt von Social Learning, Sozialen Netzwerken und neue Organisationsformen zu bringen. Wie?
“Ich habe mir das Ziel gesetzt, ‘HR Pfadfinderin’ zu sein. Dabei mehr Diversität, Mut und Transparenz zu schaffen, um so dem Einzelnen mehr Selbstvertrauen zu schenken und den Menschen ins Machen zu bringen.”
Dafür hat sie sich einzelner Tools und auch Technologien bedient, um dieses Versprechen einzulösen. Die Einrichtung eines Enterprise Social Networks (ESN), das bereits 15000 Gruppen beinhaltet, regt den Siemens-Mitarbeiter zum Austausch an, erlaubt jedem Teilnehmer, Inhalte zu teilen, Quellen zu folgen und sich mit Kollegen sozial zu vernetzen. Dort werden Themen wie Mobbing, Meditation und Mentoring besprochen. Zudem hat Sabine ‘Working-Out-Loud’ Sessions bei Siemens eingeführt. Ziel dieser Methode ist es, die Beziehungen intern zu stärken, gleichzeitig aber auch durch das ‘laut arbeiten’ (‘offen arbeiten’) jeden Teilnehmer wohlfühlen zu lassen und Mut zu schenken, in dem er die Dinge selbst in die Hand nimmt. Die Methode spricht die eigenen intrinsischen Bedürfnisse an: den Wunsch nach Wirkung, Kooperation und Sinnzusammenhang.
“Wenn Menschen in Unternehmen in Working-Out-Loud Sessions arbeiten, wird ihre Arbeit sichtbarer, effektiver und erfüllender und die Kultur kann offener, selbstorganisierter und gemeinschaftlicher werden.”
Es gibt noch einiges mehr umzugestalten. Sind jährliche Mitarbeitergespräche noch relevant? Kann der Abbau von Egos eine moderne Organisation wirklich herbeiführen? Und muß das Spiel mit Macht und Angst in Unternehmen stärker an die Oberfläche gebracht werden? Fragen, die vermeintlich leicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten wären, aber diese dann auch tatsächlich umzusetzen, sehr komplex. Denn es erfordert Mut und Selbstvertrauen, alte Strukturen loszulassen, existierende Barrieren zu überwinden und sich auf Neues einzulassen. Sofern Sabine nicht über den Neubau des großen Konzerns nachdenkt und diesen tatsächlich angeht, findet sie auch Zeit ihren ganz eigenen skandinavischen Vintage Design Shop zu betreiben: hyggelig-berlin.de. Beeindruckend, denn Sabine spricht nicht einfach vom Machen, sie tut es tatsächlich!
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