Humans of New Work

Sigurd Jaiser

Extended Executive Board Member, sipgate

#NewWorkModels

Friday December 15th, 2017
Monika Jiang


What does work mean to you?   Work means executing, changing, or creating things, both personally and professionally, by myself or with like-minded.   One thing you like about your job?   Working self-determinedly on a skilled team.   How is the human placed at the core of your work?   Our work is always outward looking and places the customer’s experience and needs at the center. That’s where we always work together to help each other to continuously improve.   One thing you’d like to change about the work system?   My wish is for more self-determination and responsibility with the people we’re dealing with. That’s how we can make decisions faster and achieve better results.     Sigurd Jaiser is a member of the extended executive board at sipgate in Düsseldorf. Founded in 2004 as the first German VoIP-provider, today the company is synonymous for innovative fixed network and mobile Internet and telephony solutions. Since it’s 2010 reorganization process, the company’s 130 employees have aligned their work with principles of agility and lean management. A method they’ve preserved in their self-published coffee table meets business book, 24 Work Hacks. Having joined sipgate from the time of its founding, Sigurd has experienced and co-created the company’s digital transformation and cultural change process from the get-go. His personal career however, began a little more analogue by building houses in the South-German Swabian region. Being the only high school graduate from the city, he faced a form of discrimination that stuck with him. Following his experiences during his studies and an apprenticeship at a large corporation resulted in the search for orientation. Eventually, he fulfilled his desire of working with the Internet and joined netzquadrat, which later became sipgate. There, Sigurd was involved in the company’s first hints at business model transformation, a process that was to be completed in under a year. Ten years later, the next disruption followed. “There was a lack of communication and transparency. We suffered a shortage of output and simply didn’t create customer value anymore. So we restructured and introduced agile work methods and self-organization. What was significant then is still just as important — we place the customer in the core and view everything out of his perspective. That’s why we got rid of our departments and cut silos as well as redefined our roles according to Scrum. Now we only work iteratively in small steps in interdisciplinary product teams and with regular review.” As of now, the sipgate office is fully equipped including whiteboards, ten of thousands of post-its, and visualizations. Besides the ‘no-home-office rule,’ there are frameworks for giving feedback, self-responsible time management, and, most importantly, the team breakfast and lunch at their own restaurant. Every two weeks sipgate hosts Open Friday, where employees proactively contribute topics of work change and together. However, can these methods work long-term?   “I can only speak to the success of things I’ve observed myself. Seven years ago we were preoccupied with maintenance task. Today, we’re putting most of our efforts into further development and innovation. I find my work much more valuable than before. A great example that highlights the effects of our efficiency enhancing working techniques and improved processes is our accounting team, which, in spite of growth, still consists of three people. And, to this day, we work without an external call center and still have a fantastic response time. We’re able to achieve this because account managers and software developers are working hand in hand to constantly improve the product for our clients.” What remains to be seen with such a transformation is the commitment to this form of collaboration and transparency. It can be a challenge for many people to constantly share, actively contribute and make decisions, explains Sigurd. During the onboarding process of a new employee the company supports with a partner system that helps newcomers take in the sipgate DNA. For sipgate that means freedom, fun, and a joint learning culture, only then can progress be made or, as sipgate would put it, ‘hacking work’.
Was bedeutet Arbeit für Dich?   Arbeit ist für mich alleine oder mit Gleichgesinnten Dinge zu erledigen, zu verändern und zu gestalten. Privat wie beruflich.   Eine Sache, die Du an Deinem aktuellen Job liebst.   Selbstbestimmt in einem kompetenten Team arbeiten.   Wie wird der Mensch bei Deiner Arbeit in den Mittelpunkt gesetzt?   Unsere Arbeit ist immer nach außen und auf den Kunden gerichtet, auf sein Erlebnis und sein Bedürfnis. Dabei arbeiten wir immer miteinander und helfen uns gegenseitig uns stetig zu verbessern.   Eine Sache, die Du im System Arbeit verändern möchtest.   Ich wünschte mir mehr Selbstbestimmung und Verantwortung bei Leuten, mit denen wir zu tun haben. Dadurch könnten Entscheidungen nicht nur schneller, es könnten auch bessere Ergebnisse erzielt werden.     Sigurd Jaiser ist Mitglied der erweiterten Geschäftsführung bei sipgate in Düsseldorf. Gegründet in 2004 steht der erste deutsche VoIP-Anbieter heute für innovative Festnetz- und Mobilfunklösungen zwischen Internet und Telefonie. Seit der Neustrukturierung in 2010 arbeiten mittlerweile 130 Mitarbeiter nach den Prinzipien Agilität und ‘Lean’ und haben ihre Art zu arbeiten in einem Buch verewigt (24 Work Hacks).   Sigurd, der seit Gründung bei sipgate tätig ist, hat die digitale Transformation und Kulturveränderung miterlebt und mitgestaltet. Sein persönlicher Werdegang begann allerdings analog – auf dem Häuserbau im Schwabenland. Als einziger Abiturient und Städter erfuhr er auf dem Bau eine Form von Diskriminierung, die ihn beeindruckte. Die Erfahrungen im Großkonzern während Ausbildung und Studium bezüglich Entscheidungskraft jedes einzelnen Mitarbeiters, ließ ihn weiter nach Orientierung suchen. Schlussendlich erfüllte er sich Ende der 90er seinen geheimen Wunsch, irgendetwas mit dem Internet zu arbeiten und schloss sich der netzquadrat an, aus der die sipgate hervorgegangen ist. Dort wurde er in die erste Transformation des Geschäftsmodells involviert, welches in weniger als einem Jahr völlig neu positioniert wurde. Zehn Jahre später kam der nächste Umbruch. “Es fehlte an Kommunikation und Transparenz, wir litten unter mangelndem Output und schafften schlicht und einfach keinen Kundenwert mehr. Daraufhin strukturierten wir uns neu und führten agile Arbeitsmethoden und Selbstverantwortung ein. Was ganz zentral dabei war und bis heute ist: Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt, betrachten alles aus seiner ‘Brille’. Deswegen haben wir unsere Abteilungen und damit die Silos abgeschafft, Rollen nach Scrum neu definiert. Wir arbeiten nur noch in interdisziplinären Produktteams, in kleinen Steps, iterativ und regelmäßigen Retrospektiven.” Heute ist das sipgate Büro mit Whiteboards gepflastert, bestückt mit zehntausenden Post-Its und Visualisierungen. Keine Fassade, sondern tatsächliche Praxis, denn die Mitarbeiter kreieren die Unternehmenskultur mit. Neben der ‘No Home Office’ Regel gibt es genauso Rahmenbedingungen für das gegenseitige Feedback-Geben sowie eigenverantwortliches Zeitmanagement und – ganz wichtig: gemeinsames Frühstück und  Mittagessen im hauseigenen Restaurant, welches übrigens auch ohne Küchenchef funktioniert. Alle zwei Wochen findet der Open Friday statt, an dem alle Mitarbeiter proaktiv Themen zur Verbesserung und Veränderung der Zusammenarbeit einbringen. Ob es langfristig funktioniert?   “Ich kann den Erfolg nur an Dingen festmachen, die ich selbst beobachtet habe. Während wir vor sieben Jahren vollauf mit Maintenance beschäftigt waren, stecken wir heute die meiste Arbeitszeit in Weiterentwicklung und Innovation. Ich finde meine Arbeit heute auch viel wertvoller als damals. Ein schönes Beispiel, wie sich effizienzsteigernde Arbeitstechniken und damit verbundene Prozessverbesserungen auswirken, finden wir in unserer Buchhaltung, die – trotz starken Wachstums – seit Jahren aus drei Personen besteht. Und: Bis heute funktionieren wir ohne externes Call-Center und sind anders als vor einiger Zeit mit fantastischen Reaktionszeiten erreichbar. Dies haben wir erreicht, weil die Kundenbetreuer und Softwareentwickler Hand in Hand arbeiten und stets das Produkt für unsere Kunden verbessern.”   Was für eine solche Transformation evident bleibt, ist das Commitment zu dieser Form der Zusammenarbeit sowie die Transparenz. Allerdings kann für viele Menschen ständig alles zu teilen, sich aktiv einzubringen und eigene Entscheidungen zu fällen, eine Herausforderung sein, erklärt Sigurd. Zur Unterstützung im Onboardingprozess neuer Mitarbeiter, gibt es ein Patensystem, das allen hilft, die sipgate DNA in sich aufzunehmen. Für sipgate steht Freiheit, Spaß und eine gemeinsame Lernkultur im Vordergrund, denn nur so kann es positiv weitergehen; so wie sie es formulieren: ‘Hacking Work’.
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