Humans of New Work

Stephan Rathgeber

Leiter Vorstandsressort Innovation und Digitalisierung, Hays AG

#NewLeadership

Wednesday May 9th, 2018
Max Kapaun


Stephan Rathgeber is the Head of the newly created Board Department for Innovation and Digitalization at HAYS AG in Mannheim. Up until January 2018, he was Marketing Manager for Germany at ManpowerGroup, one of the leading HR service providers worldwide. At the moment, he is concerned with “everything in the context of mankind’s biggest market – work.” Although he sees the term ‘new work’ as a fashionable notion, he welcomes the movement. Stephan points to the fact that much in relation to this topic is often too esoteric and too little focused on the business, the people and the results to be achieved. Without any previous leadership experience, Stephan was promoted to Marketing Manager in Germany after only twelve months of professional experience. Together with colleagues, he defined a new leadership culture that is more of an attitude than a type of leadership. Stephan calls the leadership style “Naked Leadership” and presented the idea at a talk at TEDxFrankfurt, on leadership.
“We mean a culture of leadership that is open, transparent, vulnerable and emotional – NAKED. This is an ideal picture of a naked leader. Can I reach it? No. I also hide something, I am dishonest and I do not give everyone and everything confidence. This is more about a basic attitude that I radiate and with which I want to lead. Reaching this posture every day is my goal as a leader. ”
Stephan is aware that this way of leading leads to resistance and difficulties. Self-imposed high standards can’t always be met, and not every person copes well with this very open, direct method of communication. For just these situations, he’s introduced a bi-weekly ‘fuck-up hour’ where the team meets every 14 days for 30 minutes and gives everyone the opportunity to present his most recent fuck-up in order to share and discuss solutions or insights. The focus is always on business, people and results. He sees the open and humorous mistake-themed talk as a tool for mutual learning central to Naked Leadership.
“This is clearly about achieving our goals, developing the system and delving into solutions at a high speed.”
For Stephan, under the umbrella of “new work” there are different terms such as “agility”, “cooperation”, “Millennials”, “new and old models of work organization”, “new routines” and of course the mega-trendy “digitization”. Digitization has a decisive influence leadership. It doesn’t change the overall leadership, but knowledge about it is a prerequisite to be able to practice new leadership approaches and even naked leadership.
“I think 80% of leadership stays similar to the definitions and behaviors of classic leadership. But the 20% that change have it all. This is about a digital mindset, knowledge of tools, agile and collaborative cooperation and new models of influence and power. The corner office is a thing of the past.”
His vision of the future of work is one from the perspective of the organizations and the individual. From the perspective of the organizations, he describes two extremes. On the one hand you have location-based organizations with an all-round service for employees and families based in the same location. On the other, are organizations that consist of a backbone of R&D, Management, Sales and Marketing” and the necessary services “lean, fast, but also uncompromisingly performance-oriented buy.” For individuals, he suggests that constant and ever-quickening development is the key to success in the future of work.
“The cycles in which specific capabilities have value in the marketplace are becoming ever shorter, analogous to the speed of technology development. This openness in oneself to leave your comfort zone and to challenge oneself as well as the environment is the key to new work success.”
Stephan Rathgeber ist Leiter des neu geschaffenen Vorstandsressorts für Innovation und Digitalisierung bei der HAYS AG in Mannheim. Bis Januar 2018 war er Marketingchef für Deutschland bei der ManpowerGroup, einem der führenden Personaldienstleister weltweit. Momentan beschäftigt ihn „alles im Zusammenhang mit dem größten Markt der Menschheit: die Arbeit.“ Auch wenn er den Begriff „New Work“ als einen Modebegriff ansieht, begrüßt er diese Bewegung sehr. Dabei deutet er daraufhin, dass Vieles im Bezug zu diesem Thema häufig zu esoterisch und zu wenig auf das Business, den Menschen und zu erreichende Ergebnisse gerichtet ist. Nachdem er nach nur zwölf Monaten Berufserfahrung und ohne Führungserfahrung zum Marketingleiter in Deutschland befördert wurde, definierte er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen eine neue Führungskultur, die für ihn mehr eine Grundhaltung ist, mit der er führen möchte, als eine Führungsart, die zu jeder Zeit hundertprozentig erfüllt werden kann. Er nennt es „Naked Leadership” und stellte es als Public Speaker beim TEDxTalk in Frankfurt zum Thema Leadership vor.
„Wir meinen damit eine Führungskultur, die offen, transparent, verletzlich und emotional ist – NAKED eben. Das ist ein Idealbild eines Naked Leaders. Erreiche ich es? Nein. Ich verstecke auch mal etwas, ich bin unehrlich und ich schenke nicht jedem und allem Vertrauen. Hier geht es mehr um eine Grundhaltung, die ich ausstrahle und mit der ich führen möchte. Sich dieser Haltung jeden Tag wieder von neuem anzunähern, ist mein Ziel als Führungskraft.“
Dabei ist ihm bewusst, dass diese Art zu führen auch Widerstand und Schwierigkeiten mit sich bringt. Die selbst gesetzten hohen Maßstäbe können nicht immer erfüllt werden, und nicht jeder Mensch kommt mit dieser sehr offenen, direkten Art und Kommunikation zurecht. Genau für diese Situationen hat er eine Bi-Weekly-Fuck-up Hour eingeführt in der sich das Team alle 14 Tage für 30 Minuten trifft und sich jedem die Möglichkeit bietet, sein Fuck-Up der letzten Wochen darzustellen um Lösungen oder Learnings auszutauschen und zu diskutieren. Das offene und humorvolle Sprechen über Fehler und das voneinander Lernen sieht er als sehr zentral beim Naked Leadership an. Trotzdem liegt der Fokus dabei immer auf Business, Mensch und Ergebnis.
„Hier geht es ganz klar darum, dass wir unsere Ziele erreichen, das System weiter entwickeln und in hoher Geschwindigkeit Lösungen krieren.“
Unter dem Begriff „New Work“ fallen für Stephan verschiedene Schlagwörter wie „Agilität, Zusammenarbeit, Millennials, neue und alte Modelle der Arbeitsorganisation, neue Routinen und natürlich der Megatrend Digitalisierung, auf dem New Work fußt.“ Die Digitalisierung hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf Leadership. Sie verändert nicht die gesamte Führungsform, jedoch ist das Wissen darüber eine Voraussetzung, um neue Führungsansätze und eben auch das Naked Leadership ausüben zu können.
„Ich denke, 80% der Führung bleiben ähnlich der Definitionen und Verhaltensweisen in der klassischen Führung. Aber diese 20%, die sich ändern, haben es in sich. Hier geht es um einen digital Mindset, um Wissen über Werkzeuge, agile und kollaborative Zusammenarbeit und neue Einfluss- und Machtmodelle. Das chefige Eckbüro gehört der Vergangenheit an.“
Seine Vision von der Zukunft der Arbeit betrachtet Stephan aus der Perspektive der Organisationen und des Individuums. Aus der Perspektive der Organisationen beschreibt er zwei Extreme. Zum einen die standortgebundenen Organisationen mit einer Rundum -Versorgung für die im gleichem Standort ansässigen Mitarbeiter und Familien. Zum anderen Organisationen die „nur noch aus einem Rückgrat aus R&D, Management und Sales/Marketing bestehen“ und sich nötige Leistungen „schlank, schnell, aber auch kompromisslos leistungsorientiert zukaufen.“ Für Individuen deutet er daraufhin, dass das ständige und sich immer schneller Weiterbilden und Entwickeln der Schlüssel zum Erfolg in der Zukunft der Arbeit ist.
„Die Zyklen, in denen spezifische Fähigkeiten auf dem Markt einen Wert haben, werden immer kürzer analog der Entwicklungsgeschwindigkeit von Technologie. Diese Offenheit in einem selbst, immer wieder aus der Komfort-Zone herauszugehen und sich sowie sein Umfeld zu challengen, ist für mich der Schlüssel für Erfolg in New Work.“
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