Humans of New Work

Tom Bachem

Chancellor, CODE University

#Future Education

Sunday October 22nd, 2017
Monika Jiang



What does work mean to you?
I rarely use the word work because it often doesn’t feel like it. For me, work is part of my free time and free time is part of my work.

What do you like/dislike about your work?

I like helping other people grow. What I don’t like is having to deal with old-established, bureaucratic stuff and backward-looking opinions.

How is the human at the core of your work?
In contrast to traditional universities, we put every student at the core to enable learning with and from each other.

One thing you’d like to change about the educational system?

The way we learn.


Tom Bachem is chancellor and co-founder of the newly opened CODE University of Applied Sciences at the new Factory community space in Berlin. After two years of preparatory work, the first fall term is about to kickstart at the first practice-oriented, state-approved university for digital product development. As of now, eighty-eight handpicked students will be starting their bachelor programs for software development, interaction design, and product management to build professional skills for the future of work. Tom’s childhood fascination with software development began at the age of twelve when he discovered that the digital world was a place of creation. Being a self-taught coder, he worked for companies throughout his teenage years, and during his time as a school representative, he learned how to organize and engage others for a common aim. At the age of 19, he co-founded his first startup, Sevenload, which grew to 100 employees and 25 million in venture capital. Tom then sold his first startup in the pursuit of new challenges in co-founding a couple of other businesses. He is and will always be a fearless maker with a pioneering spirit.  
“I enjoyed rotating between new industries every few years. But I believe I’ve found a home in the field of education. Here too I had fun entering the market with little prior experience — that’s just what excites me. I didn’t have a clue how universities work, but the dream of creating a new university for software development had already dawned on me during my economics studies.”
  At CODE, Tom brings his vision of education and learning into reality. Together with his co-founders Jonathan Rüth and Manuel Dolderer — both experienced with building universities — they created an educational concept that has never existed this way. They focus on self-developed competence assessment instead of rating, interdisciplinary community instead of study silos, project work with leading tech companies instead of theoretical lectures and tuition fees following the ‘opposite intergenerational contract.’ Rethought and redone, that’s how the educational concept differs from current universities.  
“Learning happens within the projects. We have three pillars. Firstly, optional lectures that address one topic. Secondly, self-study and e-learning — we’re aware of the many great resources that are available online available, so why not use them? Lastly, peer-to-peer interdisciplinary learning helps students exchange and learn from each other. Every week there are multiple ‘guilds meetups’ where software developers, designers, and product managers can exchange and learn from several projects. These meetups are moderated by our professors in their function as mentors.”
  Official partnerships with businesses like Trivago, Zalando, XING, and Facebook, closely links the learning process to the world of work. For Tom, this is one of the most important aspects because his work is more about building relevant skills and expertise for the future.  
“The separation of education and work here in Germany is still very prominent. We’d like to bring both sides together to convey real education through fun and higher motivation. We don’t only care about building the best future workforce. People should learn to adopt new things and understand this as a team sport. That’s what we want to change.”
  With the goal of establishing an always renewing organization, Tom hopes to have more than one thousand alumni in the next ten years. What propels him forward is his deep seeded wish to inspire other institutions, such as universities and schools, to test new educational formats.

Was bedeutet Arbeit für Dich?
Das Wort Arbeit benutze ich selten, weil es sich für mich nicht so anfühlt.Für mich ist Arbeit Teil meiner Freizeit, und Freizeit Teil meiner Arbeit.
Eine Sache, die Du an Deinem aktuellen Job liebst:
Anderen Menschen dabei helfen, zu wachsen.
Was du nicht magst:
Sich mit alteingesessenen bürokratischen Dingen und rückwärtsgewandten Meinungen auseinandersetzen zu müssen.

Wie wird der Mensch bei Deiner Arbeit in den Mittelpunkt gesetzt? Im Unterschied zu klassischen Hochschulen setzen wir jeden einzelnen Studierenden in den Mittelpunkt, und damit auch das Lernen miteinander und voneinander.
Eine Sache, die Du im Bildungssystem verändern möchtest.
Die Art, wie wir lernen.

Tom (Thomas) Bachem ist Kanzler und Mitgründer der frisch eröffneten CODE University of Applied Sciences im neuen Factory Community Space in Berlin. Nach zwei Jahren Vorarbeit hat das erste Wintersemester an der weltweit ersten praxisorientierten, staatlich anerkannten Hochschule für digitale Produktentwicklung begonnen. Dort werden die persönlich selektierten 88 Studierenden in den Bachelor-Programmen Softwareentwicklung, Interaktionsdesign und Produktmanagement für die beruflichen Qualifikationen der zukünftigen Arbeitswelt ausgerüstet. Die Faszination für Softwareentwicklung packte Tom bereits mit zwölf Jahren, als er die digitale Welt als Platz für Schöpfung entdeckte. Als Autodidakt begann er bereits in seiner Jugend freiberuflich für Unternehmen zu arbeiten und lernt während seiner Zeit als Schülersprecher, wie er andere für ein gemeinsames Ziel mitnehmen, organisieren und begeistern kann. Dieser zarte Beginn seines Werdegangs führte ihn mit 19 Jahren zur Mitgründung seines ersten Startups, Sevenload, das zu einer Belegschaft von 100 Mitarbeitern und 25 Millionen Venture Capital wächst. Daraufhin verkauft Tom sein erstes Startup und sucht mit der Gründung mehrerer weiterer Unternehmen neue Herausforderungen. Er ist und bleibt ein furchtloser Macher mit Pioniergeist.
“Es hat mir Spaß gemacht, alle paar Jahre die Branche zu wechseln. Ich glaube aber, in der Bildung mein Zuhause gefunden zu haben. Doch auch hier habe ich es genossen, ohne viel Vorerfahrung in den Markt zu kommen; sowas reizt mich einfach. Ich hatte keine Ahnung, wie eine Hochschule funktioniert, ganz nach dem Zitat: “Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.” Der Wunsch, eine neuartige Hochschule für Softwareentwicklung zu gründen, kam schon während meines BWL-Studiums.”
Mit der Gründung von CODE führt Tom seine Vision von Bildung und Lernen in die Realität. Unterstützt durch seine hochschulerfahrenen Mitgründer Jonathan Rüth und Manuel Dolderer setzen sie ein Bildungskonzept um, das es so noch nicht gibt: Eigenentwickeltes Kompetenz-Assessment statt Notengebung, Interdisziplinäre Community statt Studiengang-Silos, Projektarbeit mit führenden Technologieunternehmen statt Theoriestunden im Hörsaal und Studiengebühren gemäß des ‘Umgekehrten Generationenvertrags’. Neu gedacht und neu gemacht – so hebt sich das Bildungskonzept von bestehenden Hochschulen ab.
“Das Lernen findet bei uns innerhalb der Projekte statt. Dabei haben wir drei Säulen: Erstens, die optional angebotenen Seminare, die konsequent auf ein Thema bezogen sind. Zweitens, das Selbststudium und E-Learning, denn wir wissen, wie viele gute Ressourcen online verfügbar sind – warum sie nicht nutzen? Und drittens, das Peer-to-Peer Learning, bei dem sich Studierende austauschen und fachübergreifend miteinander lernen. Außerdem gibt es jede Woche mehrere ‘Gildentreffen’, bei denen sich die Softwareentwickler, Designer und Produktmanager projektübergreifend treffen und themenbezogen austauschen können. Diese Treffen werden von unseren Professoren in ihrer Rolle als Mentoren moderiert.”
In unmittelbarer Praxisnähe mit bisher offiziellen Partnern wie Trivago, Zalando, XING und Facebook soll der Lernprozess enger an den Sprung in die Arbeitswelt verknüpft werden. Für Tom ist das eine der wichtigsten Angelegenheiten, denn für ihn geht es dabei um mehr als nur zukunftsrelevante Kompetenzen und Expertise.
“Die Trennung zwischen Bildung und Arbeit hier in Deutschland ist immer noch sehr stark ausgeprägt. Wir wollen beides zusammenbringen, um mit Spaß und höherer Motivation echte Bildung zu vermitteln. Dabei geht es uns nicht allein darum, einfach nur die ‘besten Arbeitskräfte der Zukunft’ auszubilden. Vielmehr sollen die Menschen lernen, sich neue Dinge anzueignen – und dies als Teamsport begreifen. Das ist das, was wir ändern wollen.”
Mit dem Ziel, eine sich immer erneuernde Organisation zu etablieren, erhofft sich Tom in den nächsten zehn Jahren von mehr als eintausend Alumni sprechen zu können. Was ihn darüber hinaus bewegt ist der Wunsch, andere Institutionen, wie Universitäten und Schulen inspirieren zu können, neue Bildungsformate auszuprobieren.
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